Trekkingrucksack kaufen – Ratgeber [Teil 2]

Im zweiten Teil der Serie wird es weiterhin um Aspekte gehen, die Du beachten musst falls Du vor hast einen Trekkingrucksack zu kaufen. Der Fokus wird dieses Mal mehr auf Funktionen und Material liegen. Also zum Beispiel aus welchem Material der Rucksack gefertigt sein sollte. Zusätzlich wird auch der preisliche Rahmen mit in den Fokus genommen. Zum Ende der Serie sollte ein jeder wissen, worauf beim Kauf eines Trekkingrucksacks geachtet werden sollte und wo man evtl. Abstriche machen kann.

Trekkingrucksack – aber aus welchem Material?

Backpacker mit Trekkingrucksack genießen die Aussicht

Quelle : Flickr, Autor: Taki lau; Copyright: CC

Welches das beste Material ist, lässt sich natürlich nur sehr begrenzt verallgemeinern, da die Absichten jedes Backpackers unterschiedlich sind. Vorteilhaft (aus eigener Erfahrung) ist eine wasserfeste Beschaffung. Falls Du mal die Regenhülle verlieren oder vergessen solltest, ist so sichergestellt, dass dein Equipment auch bei schlechtem Wetter stets trocken bleibt. Behandeltes Nylon-Gewebe ist hierfür meist schon ausreichend. Der Vollständigkeit halber sollte aber an dieser Stelle erwähnt werden, dass „wasserfest“ in diesem Zusammenhang nur spritzwasserfest bedeutet. Du solltest also nicht mit deinem Rucksack baden gehen, nur weil das Material angeblich wasserfest ist. Neben dem Material sollte auch die Verarbeitung hochwertig sein. Unsaubere Nähte sind häufig auch Grund für durchdringende Nässe.
Weiterhin ist es wichtig, dass die Oberfläche Deines Trekkingrucksacks strapazierfähig ist, sodass auch bei voller Auslastung der Kapazität keine Reißgefahr besteht. 100% Polyamid gilt grundsätzlich als guter Indikator für eine hohe Material-Flexibilität.

Fächer und Organisation

Ein Trekkingrucksack fungiert während der Reise als Kleiderschrank, Kommode und Ablagefläche. Daher fällt vielen Backpackern eine gute Organisation gar nicht so leicht. Sinnvoll angebrachte Fächer können dabei aber sehr hilfreich sein. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich nicht nur außen, sondern auch im Inneren Stauraum für elektronisches Equipment befindet. So stellst Du sicher, dass diese vor Nässe geschützt sind.
Zu viele Fächer sind verwirrend, zu wenig sehr unpraktisch. Du solltest daher im Geschäft selber schauen, ob die Zahl der Fächer genügt. Am besten planst Du dafür deine Reise und dein Gepäck schon mal im Kopf durch.

Marken-Rucksack oder No-Name?

Auch diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da es ja in der Regel immer Ausnahmen gibt. Natürlich findest Du unter den No-Name-Produkten viele untaugliche Trekkingrucksäcke, jedoch mit Sicherheit auch einige qualitativ hochwertige Schnäppchen. In jedem Fall ist es unvermeidlich, sich vor dem Kauf ein bisschen in die Materie einzulesen. Das bedeutet: Erkundige Dich in Foren, lies Testberichte und mach Preisvergleiche.
Falls Dein Portmonee es zulässt, entscheide Dich für ein sehr gut bewertetes Modell, was vor allem auf qualitativer Ebene überzeugt. Wenn Du nicht so viel Geld ausgeben möchtest, halte Ausschau nach guten Preis-Leistungs-Indikatoren.

Hand auf’s Herz – Wie viel Geld muss man ausgeben?

Wie so oft heißt teuer nicht unbedingt super. Wenn Du Dich für einen teuren Rucksack entscheidest, bezahlst Du wohlmöglich für Gadgets/Funktionen, die Du gar nicht brauchst. Wieso sollte man z.B. Skistockhalterungen in Thailand benötigen? Im Klartext bedeutet das: Lies dir genau durch was der Trekkingrucksack drauf hat.
Soll der Rucksack tatsächlich einige Jahre halten und stets treuen Dienst erweisen, würde ich persönlich nicht unter 100 Euro anfangen zu gucken. Halt Dir immer vor Augen, dass dies eine große und wichtige Investition ist. Ein kaputter Rucksack mitten in der Pampa kann keiner gebrauchen – auch Du nicht! Achte daher vor allem auf hochwertige Qualität.